Wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Donnerstag vermeldete, steigen die Fahrpreise im Verbund erneut an. Letztmals wurden die Preise vor rund zwei Jahren erhöht. Jetzt, wo ganz Deutschland über das Klima-Paket der Bundesregierung spricht, und das Bahnfahren eigentlich günstiger werden sollte, macht es der VBB leider genau andersherum und lässt die Preise um gut 3,3 Prozent steigen. Begründet wird der Schritt mit steigenden Kosten u.a. beim Personal.

Natürlich ist es wichtig, dass die Menschen, die uns tagtäglich von A nach B bringen auch angemessen bezahlt werden. Sie leisten eine hervorragende Arbeit. Auch die Infrastruktur hat in den letzten Jahren nicht gerade eine Verwöhn-Kur erhalten. Dennoch ist es der falsche Weg, diese Kosten über die Fahrpreise einzuholen. Allein meine regelmäßigen Fahrten vom Frankfurter Bahnhof nach Erkner, um in Rüdersdorf meine Familie zu besuchen, kosten mich als Einzelfahrt jetzt schon 8,60€. Wenn ich nun die durchschnittliche Steigerungsrate (3,3%) einrechne, liegt meine Fahrt künftig bei fast neun Euro. Andere reisende Personen werden sicher noch stärker darunter leiden. Damit wird in Berlin und Brandenburg die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ab Januar 2020 leider noch unattraktiver. Weiterhin werden auf wichtigen Strecken viel zu wenig Züge eingesetzt, oder einfach gar nicht investiert, um Strecken auszubauen und zu modernisieren. Weiterhin wird es im ländlichen Raum schwer sein, mit Bus oder Bahn in die nächste Stadt zu kommen. Weiterhin werden die meisten Menschen aufs Auto setzen.

Wie ich finde, hätten hier die Länder Berlin und Brandenburg handeln müssen und die Preiserhöhung durch Zuschüsse an den VBB verhindern können. Hoffentlich wird eine neue rot-schwarz-grüne Landesregierung künftig mehr ein Auge auf das Geschehen haben. Möglicherweise kann noch nachgesteuert werden.


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.